12.07.2019

Virtueller Spaziergang durch den Knochen

Gießen – Medizinstudenten der Justus-Liebig-Universität Gießen lernen in einem Kurs das Innere eines Handgelenkknochens bei einem virtuellen Spaziergang kennen. Sie nutzen dabei Virtual-Reality-Brillen (VR-Brillen) mit einer speziellen Lernsoftware.

Die Medizinstudenten blicken im Rahmen ihres Studiums virtuell in den Knochen hinein. In einem Kurs zu rheumatischen und osteologischen Erkrankungen kommen die VR-Brillen zum Einsatz. Die Studenten setzen sie sich unter Anleitung auf und sehen einen Handgelenkknochen so räumlich vor sich, als befänden sie sich in dem Knochen, informiert die Hochschule.
Eine spezielle Lernsoftware bildet die Anatomie des gesunden und auch des entzündeten Gewebes detailliert und dreidimensional ab. „Das ist ein sehr eindrückliches und faszinierendes Erlebnis“, berichtet Prof. Uwe Lange aus der Kerckhoff-Klinik, Professor für Internistische Rheumatologie, Osteologie, Physikalische Medizin an der Universität. Er und seine Kollegen sind sich sicher, dass der Einsatz der VR-Brillen neue Lernmöglichkeiten eröffne. Zudem sensibilisiere die neue Technologie die angehenden Ärzte für die Digitalisierung sowohl in der eigenen Ausbildung als auch künftig bei der Aufklärung und Therapie von Patienten.
Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg und Mitarbeiter der Firma Lilly Deutschland haben die Software mit dem Lernszenario für die VR-Brillen entwickelt. Sie sind über die forschungsnahe Plattform „(Natur)Wissenschaft und Technik in der Medizin – NWTmed“ der Universität Gießen angeschafft worden. Die interdisziplinäre Plattform für forschendes Lernen richtet sich an die Studenten. Sie wird vom Fachbereich Medizin, der Universität und dem Land Hessen finanziert.
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