19.08.2015

Umfrage: Vor allem Senioren finden Telemedizin nützlich

Bonn (pag) – Viele Menschen – vor allem aber Senioren – begrüßen Lösungen und Produkte für einen schnellen und umfassenden Informationsaustausch mit Ärzten, Kliniken und Krankenkassen. Das ist ein Ergebnis des Sicherheitsreports 2015, den das Institut für Demoskopie Allensbach und das Centrum für Strategie und Höhere Führung erstellt haben.

Umfrage: Vor allem Senioren finden Telemedizin nützlichDemnach interessieren sich vor allem über 60-Jährige für Telemedizin. Dazu gehören etwa das automatische Messen und Übermitteln von Vitaldaten sowie Sensoren in der Kleidung, die bei Stürzen einen Notruf auslösen. 57 Prozent dieser Altersgruppe sagen, dass sie ersteres gut gebrauchen könnten, 44 Prozent finden die Sensoren in der Kleidung interessant. Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es nur 23 Prozent (Vitaldaten) und 21 Prozent (Sensoren in Kleidung).
Das Interesse an bestimmten Anwendungen ist nach Einschätzung der Meinungsforscher nicht zuletzt das Resultat einer Abwägung der Vor- und Nachteile der jeweiligen Technologie. Das Beispiel Vitaldaten zeigt: Wer an einer solchen Anwendung Interesse hat, stellt vor allem die Vorteile in den Vordergrund: 76 Prozent dieser Gruppe wollen, dass der Arzt informiert ist, wenn beispielsweise Blutdruck oder Herzfrequenz kritische Werte erreichen; 54 Prozent, dass der Arzt „immer alle wichtigen Informationen hat“. Unter allen Befragten wollen jedoch 42 Prozent selbst entscheiden, wann ein Mediziner über Herzfrequenz oder Blutdruck informiert wird. Ebenfalls 42 Prozent begrüßen es, wenn kritische Werte an den Arzt übermittelt werden. Angst vor Missbrauch oder einen grundsätzlichen Vorbehalt hat nur eine Minderheit (21 Prozent). 51 Prozent haben Zweifel daran, dass die Technik zuverlässig funktioniert.
Die Umfrage zeigt auch: Die größte Sorge machen sich die Menschen um Pflegebedürftigkeit im Alter. Diese findet sich mit 48 Prozent an der Spitze der Rangliste der größten Sorgen und Lebensrisiken (2014: 49 Prozent), dicht gefolgt von lebensbedrohlichen Krankheiten mit 41 Prozent auf Rang 3 (2014: 41 Prozent).
Das Institut für Demoskopie Allensbach hat den Sicherheitsreport 2015 im Auftrag der Deutschen Telekom erstellt und dafür rund 1.400 Interviews mit Menschen ab 16 Jahren geführt. Der Sicherheitsreport erscheint bereits das fünfte Jahr in Folge.
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