24.08.2020

Umfrage: Mehrheit der Deutschen will keine Krankenhausreform

Hamburg – Die Mehrheit der Deutschen lehnt eine grundlegende Strukturreform der Krankenhauslandschaft, die auch zahlreiche Schließungen bedeuten würde, ab. Das geht aus einer Umfrage des Instituts Toluna im Auftrag der Asklepios Kliniken hervor.

Umfrage: Mehrheit der Deutschen will keine KrankenhausreformDemnach sprechen sich 61 Prozent gegen eine Strukturreform aus. 37 Prozent wären bereit, einen deutlich höheren Beitrag zur Krankenversicherung für den Erhalt des Status quo zu zahlen. 62 Prozent befürchten nach einer Neuordnung der Kliniklandschaft extrem weite Wege und eine fehlende Grundversorgung mit Krankenhäusern im ländlichen Raum. Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer (61 Prozent) rechnet mit langen Fahrten im Rettungswagen und einer mangelhaften Versorgung bei Notfällen. Lediglich fünf Prozent sehen keine Nachteile in einer Strukturreform.

„Die Studienergebnisse bestätigen, dass die Bevölkerung die aktuelle Versorgung durch die Kliniken zu schätzen weiß und bei Veränderungen Nachteile befürchtet“, sagt Kai Hankeln, Chief Executive Officer der Asklepios Kliniken. „Spätestens die Corona-Krise hat vielen vor Augen geführt, dass deutsche Kliniken kein Kostenfaktor sind, an dem man möglichst viel einsparen kann“, sagt Hankeln. Seiner Meinung nach müssten die Länder ihrer Investitionspflicht nachkommen und die Kostenträger ohne Diskussionen die erbrachten Leistungen bezahlen – „oder wir benötigen eine komplette Neustrukturierung, die dann aber zentral geplant und durchgeführt werden müsste“.

An der Online-Umfrage beteiligten sich laut Asklepios 1.000 Bundesbürger und 200 Bewohner der Metropolregion Hamburg.
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