12.07.2019

Umfrage: Jeder Dritte würde Online-Sprechstunde nutzen

Berlin – Statt in die Praxis lieber zur Online-Sprechstunde an den Computer? Ein Drittel von gut 1.000 Befragten ist dafür. Das hat eine Umfrage des Digitalverbandes Bitkom ergeben. Die meisten Befragten wollen sich damit den Weg zu weit entfernten Ärzten sparen. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder meint, das Angebot sollte Standard in der medizinischen Versorgung werden.

Umfrage: Jeder Dritte würde Online-Sprechstunde nutzenFast jeder dritte Deutsche würde eine Online-Sprechstunde beim Arzt nutzen. Das ergibt eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom. Er hat 1.005 Personen ab 16 Jahren befragen lassen – die meisten davon (826) Internetnutzer. Von ihnen sehen 30 Prozent die Sprechstunde per Internet als Alternative zu der in der Praxis. Knapp zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) sehen den Vorteil, dass der Zugang zu weit entfernten Ärzten und insbesondere Fachärzten erleichtert wird. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) wollen sich damit die Wartezeit sparen. 43 Prozent der Befragten betonen, dass die Gefahr für Ansteckungen wegfalle. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder sieht die Ergebnisse als Beleg für die Bedeutung des Angebots in der medizinischen Versorgung: „Online-Sprechstunden sparen Zeit und Geld. Sie können das bestehende Praxis-Angebot sinnvoll ergänzen“, sagt er. Sie müssten zum Standard werden.
Seit April 2017 können Ärzte und Fachärzte Online-Videosprechstunden als Kassenleistung abrechnen. Beratungen und Behandlungen sind möglich, so es ärztlich vertretbar ist. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen haben für das Angebot Anforderungen bei Sicherheit und Datenschutz festgelegt. Der Patient muss schriftlich einwilligen, wenn er die Online-Videosprechstunde beim Arzt nutzen möchte. Es gibt zertifizierte Anbieter wie arztkonsultaion.de oder Doktor-Online.org.
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