17.12.2012

Studie: „Schwangerschaften sind ansteckend!“

München – Die Wahrscheinlichkeit, im Jahr nachdem eine Kollegin Mutter geworden ist, schwanger zu werden, steigt fast auf das Doppelte an. Das ergibt eine Studie des Staatsinstituts für Familienforschung an der Universität Bamberg.

Fast alle Frauen seien heute vor der Geburt ihres ersten Kindes erwerbstätig. Das Erleben, wie Arbeitskolleginnen den Übergang zur Mutterschaft erfolgreich gestalten, könne den eigenen Kinderwunsch beflügeln. „Solche Vorbilder können das Selbstvertrauen stärken und die Unsicherheiten abbauen, die oftmals bei der Entscheidung für ein Kind vorhanden sind“, sagt Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer bei der Vorstellung der Studie „Sind Geburten ansteckend“. Familienfreundliche Strukturen in Unternehmen wie flexible Arbeitszeiten spielten dabei genauso eine wesentliche Rolle für eine Familiengründung wie eine abgesicherte berufliche Position. „Die Studie zeigt sehr eindrucksvoll, dass neben familienpolitischen und gesellschaftlichen Faktoren die Entscheidung zum Kind in hohem Maße auch von den individuellen Eindrücken und Erlebnissen am Arbeitsplatz geprägt wird. Sie zeigt auch, dass Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein wichtiges Zukunftsthema ist“, betont Haderthauer.
Die von Prof. Dr. Henriette Engelhardt-Wölfler verfasste Studie wertet Daten von rund 42.000 Frauen in 7.600 Betrieben aus und untersucht, ob Kolleginnen von werdenden oder jungen Müttern bald darauf selbst ein Kind zur Welt bringen.
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