21.08.2019

Sieben Punkte zur Stärkung der Digitalen Gesundheit

Helsinki – Die EU-Initiative eHealth HUB hat sich auf einer Konferenz in Helsinki mit Akteuren der Digitalen Gesundheit darauf verständigt, wie diese besser in der Praxis ankommen kann. Das berichtet das beteiligte Steinbeis-Europa-Zentrum. Gelingen soll das mit einem Aktionsplan.

„Trotz guter Marktentwicklung und politischer Bemühungen scheint es noch nicht vollständig in der realen Wirklichkeit angekommen zu sein“, stellt Jorge Gonzalez, Koordinator des eHealth HUB, zum Thema Digitale Gesundheit fest. 20 Akteure der Digitalen Gesundheit in Europa diskutieren, wie diese besser in die Praxis umgesetzt werden kann. Dazu gehören Großkonzerne, Investoren wie etwa Krankenversicherer, Start-ups, Organisationen und Vertreter der Europäischen Kommission.
Das Ergebnis ist ein Aktionsplan mit sieben Punkten. Die Beteiligten sehen Digitale Gesundheit als erstes als Gemeinschaftsprojekt, denn „der Technologiewandel scheint im Gesundheitswesen nicht so gut umsetzbar wie in anderen Bereichen“. Sie setzen auf Partnerschaften zwischen dem Gesundheits- und dem Technologiesektor. Sie halten fest, dass Innovationen mit Anwendungen verbunden sein müssten. Pilotprojekte sollten nachhaltig und skalierbar entwickelt werden und brauchten die Unterstützung des Top-Managements der Konzerne. Dabei müsse berücksichtigt werden, dass diese risikoscheu agierten. Die Akteure sind sich einig, dass Geschäftsmodelle weiterentwickelt müssten etwa bei der Kostenerstattung oder dem Zugang zu Produkten. Auch Wissen über den Nutzen neuer Technologien sei notwendig. Verbesserungen oder Einsparungen seien korrekt zu bewerten, betonen die Akteure und ergänzen: Wer Produkte an den Markt bringen wolle, müsse die Vorschriften kennen und einhalten.
Zur EU-Initiative e-Health HUB gehören verschiedene europäische Akteure der Digitalen Gesundheit. TicBioMed, eine Initiative spanischer Unternehmen, koordiniert sie.
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