18.11.2019

Schwangerschaft: Bayern testet telemedizinische Betreuung

München – Mediziner untersuchen im Bayerischen
Telemedizinprojekt Schwangerschaft (BaTeleS), ob Blutdruck und Gewicht von Hochrisikoschwangeren per Telemedizin genauer erfasst werden als mit regulärer Betreuung. Sie hoffen, damit das Risiko für eine Präeklampsie zu senken. Das Land fördert das Vorhaben.

Schwangerschaft: Bayern testet telemedizinische BetreuungIn dem Projekt unter der Leitung von Prof. Martin Middeke vom Hypertoniezentrum München messen die Teilnehmerinnen zuhause regelmäßig ihren Blutdruck und ihr Gewicht mit Geräten, die ein Bluetooth Modul haben. Die Daten werden ohne Verzögerung automatisch an das telemedizinische Zentrum übermittelt, wo sie analysiert und ausgewertet werden. Die Übertragung funktioniert drahtlos und erfolgt verschlüsselt, heißt es auf der Internetseite des Projekts. Überschreiten die Werte einer Schwangeren den normalen Rahmen, ruft ein Mediziner die Frau an und berät mit ihr, wie sie weiter behandelt werden sollte. Unabhängig davon erhalten alle Teilnehmerinnen eine regelmäßige Beratung, in der sie über die Schwangerschaft und mögliche Risiken informiert werden. In einer Vergleichsgruppe betreuen Gynäkologen die werdenden Mütter regulär. Die Mediziner hoffen, mit der engmaschigen Überwachung das Risiko für Präeklampsie und andere Komplikationen zu senken. Die Kontrollen ermöglichen, diese frühzeitig zu erkennen und mit einer Prophylaxe zu beginnen.
„Wir möchten insbesondere bei Hochrisikoschwangerschaften die Betreuung werdender Mütter weiter verbessern und die Risiken minimieren“, erklärt die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) zur Förderung des Vorhabens. Die Staatsregierung fördert BaTeleS mit Geld aus dem Digitalisierungsprogramm Masterplan Bayern Digital.
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