17.12.2012

Saarland: Bundesweit einmaliges Studium für SAPV-Teams gestartet

Saarbrücken – Erstmals in Deutschland startete im Saarland ein berufsbegleitendes Weiterbildungsangebot für Fachkräfte in der palliativmedizinischen Versorgung. Diese sollen auf das Leiten eines multiprofessionellen Teams in der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) vorbereitet werden.

Gaby Schäfer, Staatssekretärin im saarländischen Gesundheitsministerium, eröffnete den Studiengang „Management von SAPV-Teams“, der mit 13 Teilnehmern in Saarbrücken startete. Schäfer: „Im Saarland gibt es bereits seit Jahren ein dichtes Netz ambulanter und stationärer Hospizangebote, außergewöhnlich viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich in der Begleitung sterbender Menschen, wir haben landesweit eine qualifizierte Palliativversorgung in Kliniken.“ Das Saarland sei das bisher einzige Bundesland mit einer flächendeckenden Versorgung in der neuen Dienstleistung der SAPV. Damit sei es geradezu prädestiniert gewesen, dieses anspruchsvolle Studium im Land zu entwickeln und es von dort aus auch bundesweit anzubieten, so die Staatssekretärin.
Das Curriculum wurde in Zusammenarbeit mit Experten der SAPV entwickelt, da die Führungskräfte der multiprofessionellen Teams des fachlich höchst anspruchsvollen und sensiblen Arbeitsfeldes eine umfassende Qualifizierung benötigen. Die Studierenden erhalten umfassendes Fach- und Methodenwissen zum Themenkomplex Führen und Leiten von Spezialisierten Palliative Care Teams sowie fundiertes Case Management-Wissen in unmittelbarem Theorie-Praxisbezug. Die Weiterbildung umfasst mehr als 400 Unterrichtseinheiten, dazu gehören neben Präsenzwochenblöcken auch selbstorganisierte Arbeitsgruppen. Zwei Abschlüsse können erworben werden: „Zertifizierte Leiterin/zertifizierter Leiter SAPV-Teams (FHM)“ und „Zertifizierte Case Managerin/zertifizierter Case Manager (DGCC)“.
Die SAPV soll – ergänzend zur allgemeinen ambulanten Palliativversorgung – Lebensqualität und Selbstbestimmung von Palliativpatienten im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten erhalten, fördern und verbessern. Ihnen soll ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod vorrangig in ihrer gewohnten Umgebung, aber auch in stationären Pflegeeinrichtungen bzw. stationären Hospizen ermöglicht werden.
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