12.07.2019

PKV kündigt Papier zur GOÄ-Reform an

Berlin – Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) arbeitet an einem Papier zur neuen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Zeitnah wolle man es dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) vorlegen, kündigt der scheidende PKV-Vorsitzende Uwe Laue vor Journalisten an.

„Weg von der besonderen Entlohnung der Apparatemedizin, hin zur Patienten zuneigenden Medizin, der Gesprächsmedizin.“ Das ist das Kernziel, das der Verband mit einer neuen GOÄ verfolgen will, wie es Laue nach der Jahrestagung der Organisation ausdrückt. Das angekündigte „Paket“ des Verbands könne als „Blaupause“ für die Arbeit der Wissenschaftlichen Kommission für ein modernes Vergütungssystem dienen. Diese wurde vom BMG eingesetzt und hat im August 2018 ihre Arbeit aufgenommen. Ende des Jahres soll sie einen Bericht vorlegen, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) damals ankündigte.
Auch vor dem Hintergrund der Digitalisierung sei eine neue GOÄ notwendig, findet Laue. Derzeit gebe es 2000 GOÄ-Ziffern. „Hinzu kommen 2500 weitere Anwendungen, die der Computer nicht lesen kann, die die Arbeit erschweren und verteuern“, hält er fest.
In Zusammenhang mit der Reform einer GOÄ spricht Verbandspressesprecher Stefan Reker auf die Bedeutung der privaten Krankenversicherung in ländlichen Regionen an. Das unterstreiche die aktuelle Studie „PKV-Regionalatlas Bayern“. Reker wirft einen Blick auf den Realwert regional verbleibender Mehrumsätze in der ambulanten ärztlichen Versorgung. In München liegt dieser Wert laut Untersuchung bei 37.800 Euro pro Jahr, im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge bei 67.000. Reker: „Also genau andersherum, als man es eigentlich erwarten würde.“
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