24.10.2019

Neuer TI-Ausschuss in der gematik

Berlin – Die Gesellschafter der gematik beschließen, den Fokus auf den Aufbau der Telematikinfrastruktur (TI) zu legen. Dafür wird der Name geändert und ein neuer Ausschuss ins Leben gerufen.

Die gematik hat laut Beschluss künftig einen TI-Ausschuss, in dem sich Fachexperten der Gesellschafter mit allen Themen rund um die Telematikinfrastruktur beschäftigen. Entscheidend für den Erfolg der gematik sei, dass die Gesellschafter gemeinsam alle Projekte unterstützen, heißt es. Der Lenkungsausschuss und der Betriebsausschuss werden abgeschafft.
Auch der Name wird geändert. Aus „Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte“ wird „gematik GmbH“. „Die gematik ist weit mehr als die elektronische Gesundheitskarte“, begründet Geschäftsführer Dr. Markus Leyck Dieken diesen „längst überfälligen Schritt“. Die Kernkompetenz sei der Aufbau der TI, die Ärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser, Apotheken und Krankenkassen digital und sicher vernetzen soll. „Wir sind nun dafür zuständig, dass sie auch zuverlässig funktioniert“, sagt Leyck. Das mache die gematik zum entscheidenden Akteur für die umfassende Digitalisierung des Gesundheitswesens – auf nationaler und europäischer Ebene.

Die Mehrheit an der gematik hält mittlerweile das Bundesgesundheitsministerium mit 51 Prozent. Zweitgrößter Gesellschafter ist der GKV-Spitzenverband mit 24,5 Prozent. Es folgen die Kassenärztliche Bundesvereinigung (7,35 Prozent), die Deutsche Krankenhausgesellschaft (5,88), der Deutsche Apothekerverband (3,92), die Bundesärztekammer (2,45), die Bundeszahnärztekammer (2,45) und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (2,45).
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