24.04.2008

Neue Patientenbroschüre zu Inkontinenz soll Hemmschwellen abbauen

Berlin/Düsseldorf – Unter dem Motto „Urologen brechen Tabus – Prominente helfen mit!“ geben die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen eine neue Patientenbroschüre heraus. Diese soll dazu beitragen, offen und ohne Tabus über die Volkskrankheit Inkontinenz zu sprechen.



Blasenschwäche ist eine der an weitesten verbreiteten Krankheiten in Deutschland – und eine der am stärksten tabuisierten. Über fünf Millionen Frauen und Männer aller Altersgruppen leiden an Harninkontinenz, die z.B. nach Geburten, Operationen oder bei Beckenbodenschwäche auftreten kann. „Von den fünf Millionen Betroffenen werden nur etwa 15 Prozent fachkundig betreut“, sagt DGU-Pressesprecherin Prof. Margit Fisch. DGU und Berufsverband wollen mit der neuen Broschüre Hemmschwellen abbauen und den Betroffenen Mut machen, einen Arzt aufzusuchen und offen mit der Erkrankung umzugehen. Denn „Blasenschwäche ist eine Schwäche, keine Schande“, wie die Bischöfin Maria Jepsen die Botschaft der Publikation auf den Punkt bringt.

Das Projekt findet prominente Unterstützung wie den Schauspielerinnen Hannelore Hoger und Nina Petri. Auch Christian Wulff und Ursula von der Leyen sind mit von der Partie.

Die Patientenbroschüre liegt in Wartezimmern von urologischen Praxen und Klinken aus. Sie kann kostenlos von Apotheken, Gesundheitsämtern und Beratungsstellen über die Pressestelle der DGU und des Berufsverbandes angefordert werden.
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