24.04.2009

Krebs: Neue Wege für Arzt und Patient bei der Therapieentscheidung

Berlin/Heidelberg – Eine Studie der Universitäten Heidelberg und Freiburg untersucht, inwieweit „shared decision making“ das Arzt-Patient-Verhältnis verbessern kann. Gerade bei Krebstherapien fühlen sich Betroffene schlecht informiert, so die Deutsche Krebshilfe.



Die Krebshilfe macht darauf aufmerksam, dass Patienten weitaus häufiger den Therapieweg mitbestimmen wollen, als dies heute passiert. Da es beispielsweise beim Darmkrebs eine Reihe von Behandlungsoptionen gäbe, würden viele Patienten ein ausführliches Gespräch mit ihrem Arzt wünschen, sagt Prof. Dr. Dr. Martin Härter, Projektleiter am Universitätsklinikum Freiburg. „Die Realität sieht jedoch leider immer noch anders aus: Viele Krebs-Patienten fühlen sich nicht ausreichend informiert und bei der Therapiewahl zu wenig mit einbezogen.“ Im Rahmen des von der Krebshilfe mit 372.000 Euro geförderten Projektes soll nun eine spezielle Schulung für Onkologen entwickelt und getestet werden. Im Mittelpunkt stehe der Versuch, die Patienten stärker an Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Dieses „shared decision making“ beruhe vor allem auf Transparenz und Information im Arzt-Patienten-Gespräch. Härter erklärt: „Die Schulung soll dazu beitragen, dass Krebs-Patienten eine Behandlung erhalten, die ihre individuellen Einstellungen, Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigt.“ An der Studie nehmen 50 Ärzte und 400 Patienten teil.

Deutsche Krebshilfe
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