22.03.2019

Kommunale Großkrankenhäuser mischen jetzt mit

Berlin – „Wir wollen nicht nur nach innen wirken, sondern jetzt auch nach außen“, sagt Dr. Matthias Bracht vor der Hauptstadtpresse. Der Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft kommunaler Großkrankenhäuser (AKG) und seine Kollegen erläutern, warum es Zeit wird, sich politisch einzubringen.

Kommunale Großkrankenhäuser mischen jetzt mitOb es um das ressourcenverschwendende Wettrüsten bei den Prüfungsschlachten mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen geht, die Diskussion um die Zentren oder gebrochene Versprechen wie den tariflichen Mehrkostenausgleich 2018. Die Großen unter den kommunalen Krankenhäusern wollen in Berlin ein Wörtchen mitreden und das nicht mehr nur anderen überlassen. „Im Moment konzentriert sich die Politik darauf, alles zu fördern, was nicht da ist“, meint Bracht. Damit spielt er auf die Pflegekräfte an. Als zentraler Dreh- und Angelpunkt der medizinischen Versorgung in den mittleren und großen Ballungsgebieten des Landes träten die kommunalen Großkrankenhäuser auch dann für die Versorgung der Patienten ein, wenn andere Träger oder Einrichtungen aus wirtschaftlichen oder strategischen Überlegungen ihr Angebot spezialisierten oder ganz einstellten. Die Neuen auf dem Berliner Parkett verstehen sich als „Bürgerkrankenhäuser“, „kommunale dem Gemeinwohl verpflichtete Unternehmen“, die öffentliche Daseinsvorsorge betreiben. Damit grenzen sich diese Akteure von gewinnorientierten privaten Betreibern auf dem Krankenhausmarkt ab. Die spezifischen Probleme der kommunalen wollen sie in Berlin zur Sprache bringen. Genau gesagt werden das die beiden Repräsentanten in der Geschäftsstelle tun: Helmut Schüttig und Nils Dehne.
Zur AKG: 22 kommunale Großkrankenhäuser haben sich in der Initiative AKG zusammengeschlossen. Sie vertreten nach eigenen Angaben rund zehn Prozent des Krankenhausmarktes.
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