24.07.2015

IQTIG will Exzellenzqualität besser darstellen

Berlin (pag) – Das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) will Instrumente entwickeln, um Exzellenzqualität besser abzubilden. Das hat IQTIG-Geschäftsführer Dr. Christof Veit angekündigt.

Kliniken bemängelten, sie hätten in den derzeitigen Verfahren keine Chance, Exzellenz darzustellen, sagt Veit auf der Jahrestagung des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbands (DEKV) in Berlin. „Das wird eine große Aufgabe sein, die wir vor uns haben.“ Veit spricht von einem weiteren Baustein, die Qualitätssicherung weiterzuentwickeln.
Dem IQTIG-Chef zufolge muss es dabei darum gehen, diejenigen fördern zu können, die gute Qualität abliefern. Dabei wolle das Institut Häuser – etwa über sinnvolle Vergleichsmöglichkeiten – unterstützen. „Ich glaube, wenn wir Einrichtungen rückmelden können, wie gut sie im Vergleich zu anderen sind und was aus ihren Patienten geworden ist, dann können wir wertvolle Hilfe leisten“, erläutert Veit. Sinnhafte Vergleiche könnten dazu führen, die Qualität zu verbessern und der Öffentlichkeit zu zeigen, wie gut diese wirklich ist. Darauf hätten die Patienten „einen Anspruch“. Aus seiner Sicht darf dabei gute Qualität „bisweilen auch mehr Geld“ kosten.
Mit Nachdruck weist Veit darauf hin, dass alle am Qualitätssicherungsprozess Beteiligten ehrlich zu sich selbst sein müssen. „Bisweilen habe ich den Eindruck, dass sich alle erzählen, wie toll sie sind“, sagt Veit. Qualitätsmanagement fange aber damit an, dass man sich der narzisstischen Kränkung stelle, nicht so toll zu sein, wie man selbst glaube. „Ich habe nicht alles Erreichbare erreicht und daran will ich arbeiten. Das ist eine ganz bescheidene Sache der Demut“, betont Veit. Er mahnt zugleich, es dürfe keine Illusionen darüber geben, dass gute Versorgungsqualität schwer zu erreichen ist. Wo immer Menschen Teil von Prozessen seien, werde es Fehler geben. Ziel müsse es sein, damit richtig umzugehen, Fehler rechtzeitig zu entdecken und daraus zu lernen. Er fordert, Problemfälle korrekt einzusortieren. „Sind es Versehen, Fehler oder Regelverletzungen?“, fragt er. Als Bedingungen, um Qualität erbringen zu können, macht Veit drei Aspekte aus. Wenn irgendwo schlechte Qualität erbracht werde, mit der man noch nicht zufrieden sei, müsse man sich fragen, ob es an der Fähigkeit, an der Möglichkeit oder am Willen dazu liege.
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