24.10.2017

„Healthy Hub“ für Start-ups beginnt

Berlin – In einem Gemeinschaftsprojekt ebnen fünf Krankenkassen Start-ups den Weg in den ersten Gesundheitsmarkt. Möglich macht dies der „Healthy Hub“, den diese Kassen gegründet haben. Mit Hilfe dieser Plattform können Start-ups ihre Produkte im Umfeld der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) testen.

„Es ist sozusagen eine Win-Win-Win-Situation für alle Seiten“, sagt Dr. Elmar Waldschmitt, Geschäftsführer vom Healthy Hub und Leiter Unternehmensentwicklung bei BIG direkt gesund. „Gemeinsam mit der mhplus Betriebskrankenkasse, der Hanseatischen Krankenkasse (HEK), der Siemens-Betriebskrankenkasse und der IKK Südwest suchen wir nach endkundenorientierten Lösungen aus dem Digital-Health-Bereich sowie Start-ups, die für ihre Angebote eine Erstattung durch die Krankenkassen anstreben.“
Die ausgewählten Start-ups erhielten im ersten Schritt den Zugang zu rund drei Millionen Versicherten der verschiedenen Kassenarten, bei denen sie ihr Produkt auf dem GKV-Markt unter realen Bedingungen testen könnten. Zudem könnten sie das Netzwerk der Kassen mit Leistungserbringern wie Ärzten und Krankenhäusern sowie anderen jungen Unternehmen nutzen. Basis dafür sei ein geeignetes Kooperations- und Vertragsmodell für die GKV. Dafür beraten die Kassen die jungen Unternehmen rechtlich in der Gesetzeslage des Sozialgesetzbuches V (SGB V).
„Bereits im Testzeitraum übernehmen wir die Leistungskosten für die Produkte der Start-ups“, so Waldschmitt. Außerdem führten die beteiligten Kassen eine Evaluation durch. „Unser gemeinsames Ziel ist es, dass wir am Ende Produkte vorweisen können, die in einem realen Markttest bewiesen haben, dass sie in der GKV funktionieren“, sagt Waldschmitt. Dies könnte einem Start-up zum Durchbruch im GKV-Markt verhelfen.
Zum Ablauf: Bis zum 5. Dezember 2017 können sich Start-ups auf der Website www.healthy-hub.de bewerben. Eine Jury aus Vertretern der Kassen sichtet die Bewerbungen, dann erfolgt bei einer überzeugenden Bewerbung eine Einladung zu einem Pitch. „Nach dem Pitch können die Teilnehmer eine schnelle Entscheidung erwarten“, sagt Waldschmitt.
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