18.02.2019

Gesundheitsdaten und Digitalisierung wird Studiengang

Bochum – Die Hochschule für Gesundheit (hsg) Bochum bietet ab dem Wintersemester 2019/2020 den Bachelor-Studiengang „Gesundheitsdaten und Digitalisierung“ an. Laut hsg beschäftigen sich die Studenten mit den Fragen: „Wie kann die Digitalisierung die Gesundheitsversorgung verbessern? Welche Gesundheitsdaten werden gesammelt und gespeichert? Wie können diese sensiblen Daten genutzt werden?“

Gesundheitsdaten und Digitalisierung wird StudiengangDer Fitnesstracker und ähnliche Anwendungen haben mittlerweile ihren Einzug in den Alltag vieler Menschen gefunden. Sie „führen zu großen Mengen gesundheitsrelevanter Daten“, hält Dr. Wolfgang Deiters fest. Er ist Professor für Gesundheitstechnologien im Department of Community Health der hsg. Diese Daten hätten ein enormes Potenzial für eine Verbesserung von Prävention, Therapie und Rehabilitation. „Bei einem sorgsamen Umgang mit den Daten entstehen damit neue Möglichkeiten, zum Beispiel für eine personalisierte Medizin oder auch für eine zielgruppenspezifische Gesundheitsversorgung“, sagt er.
Die Absolventen des neuen Studiengangs sollen zu interprofessionellen Akteuren im Schnittstellenbereich Gesundheit, Datenmanagement, Diversity und Empowerment ausgebildet werden. Das Ziel sei, Digitalisierungsprozesse im Gesundheitswesen zum Vorteil der Bürger zu gestalten, teilt die hsg mit. Die Absolventen nähmen eine „Scharnierfunktion“ zwischen Technikern, Nutzern und Leistungserbringern ein. Später könnten sie beispielsweise bei Krankenkassen, Verbänden, Kommunen, Ländern oder beim Bund arbeiten.
Dr. Michael Wessels ist Professor für Gesundheitsökonomie und -politik an der hsg. Er betont, dass „Gesundheitsdaten der Schlüssel zu einer besseren gesundheitlichen Versorgung für jeden Einzelnen von uns, aber eben auch zu einer Verbesserung des gesamten Gesundheitswesens“ seien. Deswegen sei die Vermeidung von Missbrauch und die Sicherstellung dieser sensiblen Daten sehr wichtig.
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