22.03.2019

Digitalisierung: Verbände veröffentlichen Positionspapier

Berlin – Patienten benötigen einen schnelleren Zugang zu digitalen Versorgungsangeboten. Dafür plädieren acht Verbände der industriellen Gesundheitswirtschaft in einem gemeinsamen Positionspapier.

Allen Versicherten soll der gleiche Zugang zu digitalen Innovationen ermöglicht werden, schlagen die Verbände vor. Sie setzen sich unter anderem für adäquate Bewertungsverfahren und Beratungsangebote sowie eine sektorenübergreifende Vergütungssystematik ein. „Weiterhin sollten rechtliche Vorschriften für die Nutzung digitaler Versorgungsangebote bundesweit einheitlich an die Versorgungsrealität angepasst werden“, lautet eine weitere Forderung. Die Unterzeichner des Diskussionspapiers sind BIO Deutschland, Bitkom, bvitg, BVMed, SPECTARIS, VDGH, vfa und ZVEI. Die Verbände erwarten einen höheren Patientennutzen und verbesserte Behandlungsprozesse.
Neben den telemedizinischen Einsatzmöglichkeiten biete die Digitalisierung den Patienten besonders bei chronischen und seltenen Erkrankungen zahlreiche Möglichkeiten zum Selbstmanagement, teilen die Verbände mit. „Derzeit sind digitale Versorgungsangebote in Deutschland aber nur unzureichend in den Vergütungssystemen abgebildet, obwohl durch sie Behandlungsprozesse effizienter gestaltet und damit die Patientenversorgung verbessert werden können“, kritisieren sie.
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