24.09.2008

Darmkrebs-Vorsorge: Bei familiärer Vorbelastung schon ab 40 sinnvoll

Berlin/Heidelberg – In Familien mit Fällen von Darmkrebs ist eine Vorsorgeuntersuchung schon deutlich früher als allgemein angenommen sinnvoll. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg.



Grundlage für diese Einschätzung ist eine Analyse von Daten aus zahlreichen Krebsregistern und anderen Studien. Das Team um Prof. Dr. Herrmann Brenner errechnete für Menschen aus vorbelasteten Familien deutlich höhere Wahrscheinlichkeiten an Darmkrebs zu erkranken. Deshalb wird Patienten mit familiärer Vorbelastung empfohlen, schon zehn Jahre früher als in den Früherkennungsprogrammen der gesetzlichen Krankenkassen vorgesehen, d.h. mit 40 Jahren, an Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen.
Brenner betont die Wichtigkeit einer rechtzeitigen Erkennung des Karzinoms. Mit über 70.000 Neuerkrankungen im Jahr ist Darmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung. Im Frühstadium erkannt, ist dieser jedoch heilbar. Vorstufen wie Polypen können oft problemlos entfernt werden.
Besuchen Sie uns auf Facebook Besuchen Sie uns auf Twitter