19.08.2015

Bundesbank rechnet mit höheren Zusatzbeiträgen

Berlin (pag) – Die Deutsche Bundesbank rechnet für die kommenden Jahre mit steigenden Zusatzbeiträgen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Das geht aus dem aktuellen Juli-Monatsbericht hervor.

Es zeichne sich „insgesamt ein steigender Zusatzbeitrag“ ab. Grund sei ein trendmäßiger Ausgabenanstieg oberhalb des Zuwachses der beitragspflichtigen Einkommen. Belastet wird die GKV laut Bundesbank durch aktuelle Gesetzgebung, zusätzliche Ausgaben insbesondere im Krankenhaussektor, der Palliativmedizin und Prävention. Die Bank gibt zwar zu, dass die absehbaren Defizite der Kassen „noch durch insgesamt hohe Rücklagen“ gedeckt werden könnten. Diese seien jedoch innerhalb der Krankenkassenlandschaft ungleich verteilt. Im Ergebnis müssten einige Krankenkassen „wohl zügiger“ ihren Beitragssatz anheben, während andere diesen sogar senken könnten. Letzteres scheine aber zumeist nicht auf der Agenda zu stehen, wohl auch weil die damit verbundenen Wettbewerbsvorteile eher gering veranschlagt würden, heißt es.
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