19.11.2018

Ausbildung am künstlichen Patienten

Freiburg – Studenten des Universitätsklinikums Freiburg steht seit Kurzem ein Simulationszentrum zur Verfügung. Auf rund 380 Quadratmetern können sie in vier Übungsräumen minimalinvasive Eingriffe wie Kniespiegelungen oder das Entfernen von Gallenblasen, aber auch Extremsituationen wie die Versorgung von Notfallpatienten in einer realitätsnahen Umgebung üben.

Ausbildung am künstlichen PatientenFACTS-S nennt sich das neue Angebot, kurz für „Freiburger Anästhesiologie- und Chirurgie-Trainings- und Simulationszentrum für Studierende“. Es wird gemeinsam von der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie geleitet und genutzt. Rund 1,2 Millionen Euro wurden dafür vom Forschungsministerium Baden-Württemberg, vom Universitätsklinikum Freiburg sowie von der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg aufgewendet, teilt die Uniklinik mit.

Mit lebensgroßen, künstlichen Patienten und einer medizintechnischen Ausstattung kann der Nachwuchs Klinikalltag und Notfallsituationen erleben. Prof. Norbert Südkamp, kommissarischer Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg, zieht einen Vergleich: „Mit dem Simulationszentrum können die Studierenden jetzt – wie Piloten im Flugsimulator – kritische Situationen angstfrei üben.“ Außerdem ließen sich Szenarien trainieren, die selten auftreten und dennoch beherrscht werden müssten – wie ein anaphylaktischer Schock oder ein Notfall bei einem Kind. Alle Übungsräume sind mit Kameras und Mikrofonen für eine videogestützte Nachbesprechung ausgestattet.
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