26.09.2013

Telekardiologie: Neue Leitlinien der European Society of Cardiology und Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie unterstreichen den Nutzen für den Patienten

Die Telekardiologie ermöglicht ein engmaschiges Monitoring für Patienten, die einen Herzschrittmacher, einen implantierbaren Defibrillator oder ein Herzinsuffizienzsystem tragen müssen. Sie hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt.

Telekardiologie: Neue Leitlinien der European Society of Cardiology und Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie unterstreichen den Nutzen für den PatientenIhre wachsende Bedeutung spiegelt sich seit kurzem auch in den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK)* und den neuen Leitlinien der European Society of Cardiology (ESC)** wider: Hier ist das implantatbasierte Telemonitoring (Remote Monitoring) nun eine so genannte Klasse IIa Indikation mit dem höchsten Evidenzlevel A. Diesen erhalten nur solche Therapien, die ihren klinischen Nutzen mit zahlreichen randomisierten kontrollierten Studien und Metaanalysen belegen können. Für Implantatpatienten ist dies ein wichtiger Schritt, weil sie erstmals einen deutlichen Anspruch auf die telemedizinische Betreuung erhalten.
Mit Telemonitoring haben klinische Zentren jederzeit Zugriff auf tagesaktuelle diagnostische Daten. Sie erhalten umgehend eine Nachricht, wenn sich der Implantatzustand oder die Herzfunktion verändert – ohne dass Patienten dazu aktiv etwas beitragen müssen. Kritische Veränderungen des Herzens oder der Systemfunktion können somit deutlich früher erkannt werden. Insbesondere gefährliche Rhythmusstörungen, wie stilles Vorhofflimmern, und technische Defekte können zeitnah behandelt und Schlaganfälle, ungewollte Schockabgaben und Klinikaufenthalte so vermieden werden.


*http://leitlinien.dgk.org/files/2013_Empfehlungen_Telemonitoring_2.pdf
** http://www.escardio.org/guidelines
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