24.04.2013

Stent Retriever zur Blutgerinnselentfernung im Gehirn

Stent Retriever zur Blutgerinnselentfernung im GehirnDer Schlaganfall ist einer der häufigsten Erkrankungen und Todesursachen weltweit. Mit einem Anteil von etwa 80 bis 85 Prozent sind Hirninfarkte (ischämische Schlaganfälle) die häufigste Form von Schlaganfällen. Zu einem ischämischen Schlaganfall kann es kommen, wenn ein Blutgerinnsel (Thrombus) ein Blutgefäß verstopft und dadurch den Blutstrom unterbricht. Je schneller der Patient behandelt wird, desto größer sind seine Überlebenschancen und umso geringer das Risiko von bleibenden Behinderungen. Daher gilt das Prinzip „Time is brain“. Die in den Leitlinien empfohlene Ersttherapie ist die so genannte intravenöse Thrombolyse, bei der ein Medikament bis zu 4,5 Stunden nach Beginn der Symptome in die Blutbahn gespritzt wird, welches das Blutgerinnsel auflösen soll. Besonders für große Arterien und größere Thromben eignet sich die medikamentöse Behandlung jedoch nur bedingt. Für diese Arterien stehen inzwischen mechanische Verfahren als Alternative zur Verfügung. Im Rahmen der mechanischen Thrombektomie werden sogenannte Stent-Retriever eingesetzt. Es handelt sich dabei um spezielle Systeme, die an ihrer Spitze ein entfaltbares Gittergeflecht enthalten. Dieses Thrombektomie-System wird über die Leistenarterien bis in das Hirngefäß vorgeschoben und in das verschlossene Gefäß eingeführt. Der Thrombus verfängt sich dabei in dem Stent Retriever und kann in diesem Gittergeflecht aus dem Gefäß herausgezogen werden. Dadurch kann mit einem einfachen und einmaligen Eingriff der Blutfluss wiederhergestellt und ein Blutgerinnsel entfernt werden. Die Wirksamkeit der Methode konnte in mehreren klinischen Studien belegt werden.
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