18.08.2015

Mitralinsuffizienz: Minimalinvasive Klappenreparatur als schonendes Therapieverfahren

Eltville – Die Mitralklappeninsuffizienz zählt zu den am häufigsten diagnostizierten Herzklappenfehlern beim Menschen. Dabei handelt es sich um eine „Undichtigkeit“ der Mitralklappe, die während der Auswurfphase zu einem Rückfluss von Blut aus der linken Herzkammer in den linken Vorhof führt. Unbehandelt kann eine Mitralinsuffizienz ernsthafte Herzprobleme wie beispielsweise Herzversagen verursachen. Patienten profitieren heute von minimalinvasiven Therapieoptionen, wie der Behandlung mit einem Mitralklappen-Clip. Ein Eingriff am offenen Herzen, der mit Wundheilungsstörungen verbunden sein kann, bleibt ihnen dadurch erspart.

Mitralinsuffizienz: Minimalinvasive Klappenreparatur als schonendes TherapieverfahrenDas minimalinvasive, katheterbasierte Verfahren kommt besonders bei Patienten zum Einsatz, für die eine Operation am offenen Brustkorb ein zu großes Risiko bedeuten würde. Hierbei wird ein Clip an der Mitralklappe befestigt, um die Mitralinsuffizienz zu reduzieren. Unter Vollnarkose wird der MitraClip mit Hilfe eines Katheters über die Vene in der Leiste eingeführt und bis zum Herzen vorgeschoben. Mit Hilfe von Röntgen- und Ultraschallkontrolle wird der Clip zwischen den Segeln der Mitralklappe platziert. Die Mitralklappe kann wieder besser schließen und ein normaler Blutfluss durch das Herz ist wieder hergestellt. So kann diese Behandlung zu einer Reduktion der MI führen und damit die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität der Patienten verbessern. Mittlerweile wurde das Verfahren bei über 20 000 Patienten weltweit erfolgreich eingesetzt.
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