26.02.2013

Kabelloser Ultraschalldissektor optimiert minimal-invasive Chirurgie

Das Ziel der minimal-invasiven Chirurgie ist es, den Körper des Patienten im Vergleich zur offenen Chirurgie so wenig wie nötig zu belasten. Gerade im Bauchbereich sind laparoskopische Verfahren als minimal-invasive Eingriffe bewährt, z.B. bei Operationen an Eingeweiden wie Dünn- und Dickdarm oder an inneren Geschlechtsorganen. Anstatt durch große Schnittführung und eine breite Eröffnung der Bauchdecke erfolgt der Zugang zu den Organen durch kleine kurze Schnitte. Für eine komplikationsfreie Operation sollte die laparoskopische Entfernung von Weichteilgewebe (Dissektion) gut kontrollierbar erfolgen können und die Blutstillung (Koagulation) ausreichend sein, denn jede Blutung schränkt die Sicht des Operateurs ein. Heute werden für Dissektion und Koagulation Energiequellen wie Hochfrequenzstrom, Laser, Wasserstrahl oder Ultraschall eingesetzt.
Mit der Ultraschalltechnologie lässt sich Gewebe mühelos schneiden bzw. verschmelzen. Die Ultraschalldissektion besitzt insgesamt eine hohe Akzeptanz und wird vielseitig angewendet.

Mit der Entwicklung des ersten batteriegetriebenen, schnurlosen Ultraschalldis-sektors ist der Operateur während der Operation wesentlich flexibler. Der große Vorteil ist, dass das Dissektionsinstrument schnurlos ist, denn so erhält der Benutzer jegliche Art von Feedback in Form von Lampen und Tönen am Instrument und im Sterilfeld. Dieser Fortschritt in der Ultraschalltechnologie konnte dadurch erreicht werden, dass der Generator von der Größe einer großen Box auf die Größe eines Handgeräts geschrumpft ist. Die Konstruktion ist so einfach gehalten, dass die Vorbereitung des Instrumentes schnell und unkompliziert durch nur eine Person im Sterilfeld erfolgen kann. Außerdem verbessert das schnurlose Design die Bewegungsfreiheit und Mobilität im Operationssaal. Die Übergabe des Instruments an Kollegen wird deutlich erleichtert. Das autonome und tragbare System kann die Platzausnutzung im Operationssaal verbessern und die operativen Nutzungsmöglichkeiten erweitern. Ein weiteres wichtiges Merkmal des Dissektors ist eine Wahltaste für zwei Energiemodi, mit der der Chirurg leicht minimale und maximale Energieeinstellungen aktivieren kann, ohne den Blick vom Sterilfeld abwenden zu müssen. Der kabellose Ultraschalldissektor ermöglicht während eines laparoskopischen Eingriffs eine verbesserte Beweglichkeit des Arztes. Das wiederum kann die Operationseffektivität erhöhen und bietet damit einen sichereren und schnelleren Operationsverlauf als Vorteil für den Patienten.
Besuchen Sie uns auf Facebook Besuchen Sie uns auf Twitter