18.01.2012

Gesteigerte Patientensicherheit durch Telekardiologie

In Deutschland erhalten jährlich über 100.000 Patienten einen Herzschrittmacher und ca. 30.000 einen implantierbaren Cardioverter-Defibrillator (ICD) oder ein Herzinsuffizienz-Therapiesystem für die Cardiale Resynchronisations-Therapie (CRT). Mit der Telekardiologie, der Übertragung wichtiger „Herzdaten“ an den Arzt, können diese Patienten fernüberwacht werden. Komplikationen – wie gefährliche Veränderungen im Herzrhythmus oder technische Funktionsstörungen des Implantats – werden dem Arzt oder klinischen Zentrum umgehend per E-Mail, Fax oder SMS mitgeteilt, ohne dass der Betroffene etwas dazu aktiv beige-tragen muss. Es gibt verschiedene Systeme, die alle eine automatische Benachrichtigung ermöglichen. Telemedizinische Fernüberwachungssysteme können so helfen, Leben zu retten. Die Telekardiologie spart im Gesundheitssystem zudem viel Zeit und Geld: Anhand der übertragenen Daten lässt sich entscheiden, ob eine Nachsorge-Untersuchung in der Praxis oder Klinik tatsächlich nötig ist. Ein Vorteil, der vor allem Patienten aus ländlichen Gebieten zugute kommt, deren Anfahrts-, Warte- und Nachsorgezeiten sich leicht zu mehreren Stunden addieren können. Aufgrund der demografischen Entwicklung sind zudem immer mehr ältere, kranke Patienten zu versorgen – bei gleichbleibenden ärztlichen Kapazitäten. Die Telemedizin ermöglicht hier, viel mehr Zeit für das individuelle Arzt-Patientengespräch zu gewinnen.
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