17.09.2012

Clostridium difficile-Infektionen: Sensitives und kosteneffizientes Diagnostikverfahren

Das Stäbchenbakterium Clostridium difficile ist einer der häufigsten Kranken-hauskeime (nosokomiale Erreger). Bei gesunden Menschen ist C. difficile ein harmloses Darmbakterium. Werden aber durch die Verabreichung bestimmter Antibiotika andere Arten der normalen Darmflora zurückgedrängt, kann sich C. difficile vermehren und Gifte produzieren, die zu einer unter Umständen lebens-bedrohenden Durchfallserkrankung führen können. Das typische Krankheitsbild der C. difficile-Infektion ist die Darmentzündung mit Durchfall. Daneben kann es auch zu Fieber und Bauchkrämpfen kommen.

Die Sporen des Bakteriums werden mit dem Stuhl ausgeschieden und sind in Krankenhäusern, Altenheimen und Bädern verbreitet. Die Ansteckung wird durch mangelnde Hygiene begünstigt. Clostridium difficile-Infektionen verlängern Krankenhausaufenthalte um das dreifache, Mortalitätsraten um das viereinhalbfache. In vielen Ländern steigen die Raten von Clostridium difficile-Infektionen und verursachen so hohe Zusatzkosten.
Zur Diagnostik dient der Nachweis der produzierten Bakteriengifte im Stuhl. Herkömmlichen Diagnostikmethoden fehlt jedoch die Kombination aus hoher Sensiti-vität/Spezifität und Schnelligkeit: So genannte Zytotoxizitätstests benötigen eine lange und intensive Laborzeit, so dass Ergebnisse erst nach 24 bis 96 Stunden vorliegen.
Das auf Antikörper-Antigen-Reaktion basierende ELISA-Verfahren (enzyme-linked immunosorbent assay) zeigt hingegen nur geringe Sensitivitäten und Spezifitäten. Dies führt häufig zu Nachtestungen und Mehrfachtestungen sowie empirischen Therapieansätzen.
Die Entwicklung empfindlicher und spezifischer molekularer Amplifikationsverfahren erlaubt hingegen heute die Detektion nur einiger weniger Kopien bakterieller DNA in klinischen Proben und die Abgrenzung spezifischer Spezies. Darüber hinaus kann dies mit Hilfe der PCR-Technologie in etwa einer Stunde erzielt werden. Durch Kombination dieser Eigenschaften lässt sich möglicherweise eine schnelle zielspezifische Behandlung der Patienten erreichen: Der Schnelltest Toxin B Gen PCR stellt im Vergleich zum ELISA eine sensitivere und kosteneffizientere Methode zur Diagnostik von C. difficile assoziierten Diarrhöen dar. Dadurch können auch das Patientenergebnis verbessert und die Erholungszeit verkürzt werden.
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