22.03.2019

Vorschlag: Einsatz von Pflegerobotern in Patientenverfügung

Berlin – Der Bundestags-Ausschuss für Bildung, Forschung und Technologiefolgenabschätzung beschäftigt sich bei einem öffentlichen Fachgespräch mit dem Thema „Robotik in der Pflege“. Derzeit investiere die Bundesregierung rund circa acht bis zehn Millionen Euro in solche Forschungsprojekte, schätzt Christine Weiß vom Dienstleistungsunternehmen und Projektträger VDI/VDE-IT.

Vorschlag: Einsatz von Pflegerobotern in PatientenverfügungChristoph Kehl vom Büro für Technikfolgenabschätzung zählt die Vorteile auf: Ältere Menschen könnten teilweise länger zu Hause wohnen bleiben, wenn sie maschinelle Unterstützung bekämen. Im Pflegeheim könnten Roboter Routinetätigkeiten übernehmen und damit das Personal entlasten. Gleichwohl müsse man fragen, ob und wie sich Roboter sinnvoll in das zwischenmenschliche Pflegehandeln integrieren ließen. Die ethischen Herausforderungen beleuchtet Prof. Oliver Bendel von der Fachhochschule Nordwestschweiz. Eine Option für die Pflegebedürftigen sei eine spezielle Patientenverfügung, in der der Einsatz von Operations-, Therapie- und Pflegerobotern geregelt werde. Ethische Leitlinien könnten in Pflegeheimen und Betreuungseinrichtungen ebenfalls eine Rolle spielen.
Anna Grohmann von der Wolfsburg AG stellt PARO vor – einen Roboter, der zu therapeutischen Zwecken eingesetzt wird. Sie unterstreicht, dass Untersuchungen belegten, dass der Einsatz von PARO positive Auswirkungen auf ältere und kranke Menschen habe. Verbesserungen in der Kommunikation, dem Sozialverhalten und in der Medikation seien festgestellt worden. Bettina-Johanna Krings, Karlsruher Institut für Technologie, plädiert für Ex-ante/Ex-post-Analysen. Denn ihrer Meinung nach gebe es zu wenig systematisches Wissen über die Transformationsprozesse des Pflegehandelns im Gesundheitswesen auf Basis von Digitalisierungsprozessen.
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