25.10.2018

Qualitätsreport: IQTiG hat wenig Beanstandungen

Berlin – Das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTiG) hat 26 Qualitätssicherungsverfahren in deutschen Krankenhäusern unter die Lupe genommen. Auftraggeber ist der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA).

Qualitätsreport: IQTiG hat wenig BeanstandungenDas IQTiG erkennt in folgenden Bereichen besonderen Handlungsbedarf: Ambulant erworbene Pneumonie, Pankreas- und Pankreas-Nierentransplantation, Mammachirurgie, Geburtshilfe, hüftgelenknahe Femurfraktur mit osteosynthetischer Versorgung, Hüftendoprothesenversorgung sowie Dekubitusprophylaxe. Diese machen aber insgesamt nur vier Prozent aller 271 Indikatoren aus. 168 davon beanstandet das IQTiG nicht. Die restlichen 93 erlaubten „keine eindeutige Aussage zur Versorgungsqualität“, teilt das Institut mit.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) zeigt sich erfreut. „Ein solches Ergebnis ist hervorragend, wenn man bedenkt, dass wir rund 20 Millionen Patienten im Krankenhaus jedes Jahr stationär behandeln“, sagt DKG-Präsident Dr. Gerald Gaß.
Das IQTiG hat 1.516 Krankenhäuser untersucht sowie 273 vertragsärztliche Praxen und medizinische Versorgungszentren. Zwei Qualitätsverfahren sind sektorenübergreifend: Zum einen handelt es sich um „Perkutane Koronarintervention und Koronarangiographie“, zum anderen um „Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen“. Ersteres „betrifft Untersuchungen und Eingriffe an den Herzkranzgefäßen bei Patientinnen und Patienten, bei denen ein Herzinfarkt droht oder akut abgewendet werden soll“, teilt das IQTiG mit. Letzteres „zielt darauf ab, die Qualität der Maßnahmen ambulanter und stationärer Leistungserbringer zur Vermeidung nosokomialer, das heißt im Krankenhaus erworbener, Infektionen zu messen, vergleichend darzustellen und zu bewerten“. Es ist im Januar 2017 gestartet. Auswertungen liegen bisher noch nicht vor.
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