19.11.2018

Prüfer-Storcks will Institut für Gesundheitsinformationen

Berlin – „Wir brauchen ein Institut, das Gesundheitsinformationen zertifiziert.“ Das fordert die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks auf dem Deutschen Kongress für Versorgungsforschung. Die SPD-Politikerin denkt an ein Siegel, an dem sich Patienten und Interessierte orientieren könnten.

Zwar gebe es eine Fülle von Gesundheitsinformationen, aber wie seriös diese seien, könne der einzelne nicht beurteilen, ist Prüfer-Storcks überzeugt. Das von ihr angedachte Institut könne beispielsweise an bereits bestehende angedockt werden. Es komme darauf an, dass es bei allen Beteiligten akzeptiert werde. „Es muss daher mit einem staatlichen Background auf den Weg gebracht werden.“

Im Mittelpunkt des Kongresses steht in diesem Jahr die personenzentrierte Gestaltung der Versorgung. Die Experten diskutieren konkrete Umsetzungsbeispiele wie beispielsweise „Open Notes“ – Ärzte gewähren dabei ihren Patienten Zugriff auf die Dokumentation eines Arztbesuchs. „Dort, wo Open Notes zum Einsatz kommt, führt die erhöhte Transparenz zu einem neuen Standard in der Arzt-Patienten-Kommunikation“, hebt Kongresspräsident Prof. Martin Härter vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hervor. Neben Shared Decision Making und Gesundheitskompetenz geht es auch um die Einbeziehung von Patienten und Bürgern in die Versorgungsforschung. Wie weit kann das gehen? Härter nennt als Stichwörter Förderentscheidungen sowie Mitgestaltung von Ideen zur Forschung.
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