16.09.2020

Nationales Gesundheitsportal geht an den Start

Berlin – Das Gesundheitsministerium launcht sein lange vorbereitetes Gesundheitsportal. Die Website soll verlässliche Informationen zu den gängigsten Krankheiten liefern und Falschinformationen im Netz etwas entgegensetzen.

Nationales Gesundheitsportal geht an den StartZum 1. September ist das Internetportal zur Förderung der Gesundheitskompetenz der Bundesregierung an den Start gegangen. Auf dem Portal www.gesund.bund.de gibt es Informationen zu den 200 häufigsten Krankheitsbildern, außerdem Informationen zu Pflege, Patientenrechten und gesundem Leben. Auch auf das Thema Coronavirus wird eingegangen. „Gerade die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig seriöse Gesundheitsinformationen sind“, sagt Gesundheitsminister Jens Spahn. Grafiken, Bilder und Video sollen dazu beitragen, die Informationen verständlich zu kommunizieren.

Das Portal soll Bürgerinnen und Bürgern verlässliche Informationen zu Gesundheitsthemen liefern und Falschinformationen vorbeugen. „Wer Gesundheit googelt, soll künftig auf dem Nationalen Gesundheitsportal landen“, so Spahn. Dazu sollen die Informationen fortlaufend ergänzt werden. Bei der Erstellung der Inhalte wird das Bundesministerium für Gesundheit vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem Robert Koch-Institut unterstützt.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) begrüßte die Einführung des Portals, sieht allerdings auch noch Verbesserungsbedarf. Damit die Seite einen Mehrwert gegenüber anderen etablierten Angeboten erhalte, schlagen die Verbraucherschützer eine umfangreichere Arztsuche und einen Krankenkassenvergleich vor. „Die Daten dafür sind vorhanden, sie müssen nur genutzt werden“, heißt es vom VZBV. Derzeit nutzt das Portal die Daten der „Weissen Liste“ für die integrierte Arzt- und Krankenhaussuche.

Drei Jahre dauerte die Implementierung der Website, den Startschuss gab 2017 noch der damalige Gesundheitsminister Hermann Gröhe. Der Aufbau des Gesundheitsprotals wurde im Koalitionsvertrag von Union und SPD vereinbart.
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