17.06.2020

Mehr Forschung, mehr Produktion, mehr Prävention

Berlin/Paris – „Strategische Souveränität im Gesundheitssektor“ – das streben Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron für die Europäische Union an. Beide haben sich in einer Videokonferenz über die Auswirkungen der Corona-Krise beraten und geben sich zuversichtlich: „Europa wird diese Krise geeint bewältigen und wir werden gestärkt aus ihr hervorgehen.“

Neben der Errichtung eines Fonds zur wirtschaftlichen Erholung, der Beschleunigung eines Green New Deal und der Digitalisierung sowie der Stärkung der wirtschaftlichen und industriellen Widerstandsfähigkeit ist auch die Erarbeitung einer EU-Gesundheitsstrategie Teil des Maßnahmenpakets der deutsch-französischen Initiative. Ein Ziel ist es, die Forschungs- und Entwicklungskapazitäten für Impfstoffe und Behandlungsmethoden gegen Corona zu erhöhen. Das Vakzin solle zwar in der EU hergestellt werden, aber global zugänglich sein.

Ferner planen Merkel und Macron, gemeinsame strategische Lagerbestände von Arzneimitteln und Medizinprodukten aufzubauen und Produktionskapazitäten für diese in der Europäischen Union zu stärken. Außerdem soll eine EU-Gesundheits-Taskforce ins Leben gerufen werden, die beim European Centre for Disease Prevention and Control (Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten, ECDC) angesiedelt ist. Das Ziel: Die Entwicklung von Präventions- und Reaktionsplänen gegen künftige Epidemien – gemeinsam mit den nationalen Gesundheitsinstitutionen. Darüber hinaus setzen sich die Kanzlerin und der französische Staatspräsident für einheitliche europäische Standards für die Interoperabilität von Gesundheitsdaten ein.
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