20.04.2020

Innovationsfonds: Drei Projekte mit Potenzial

Berlin – Die ersten fünf Projekte des Innovationsfonds sind abgeschlossen. Potenzial sieht der beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) angesiedelte Innovationsausschuss bei Projekten zum sektorenübergreifenden Entlassmanagement, zur Notfallversorgung von Geflüchteten und Migranten und zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) im Nordrhein. Keine Empfehlung bekommen zwei Projekte, die sich mit Polypharmazie/Multimedikation beschäftigen.

EMSE steht für Entwicklung von Methoden zur Nutzung von Routinedaten für ein sektorenübergreifendes Entlassmanagement. Das Projekt entwickelt ein Werkzeug, das Patienten mit einem erhöhten Versorgungsbedarf nach einem Krankenhausaufenthalt frühzeitig erkennen soll. Initiator ist das aQua-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen. Der Innovationsausschuss kommt zum Schluss, „dass die Erprobung des Entlassmanagementinstruments im Rahmen einer neuen Versorgungsform (NVF) sinnvoll ist“.
Ziel des Projektes NoMiG der bbw-Hochschule ist es, Ursachen einer möglichen unangemessenen Nutzung der Notfallversorgung durch Migranten und Geflüchtete zu erforschen und Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Der Innovationsausschuss bittet Anbieter bundesweiter staatlicher Angebote, die Ergebnisse des Projektes zu nutzen, um ihre Angebote zur kultursensiblen und multilingualen Vermittlung von Basiswissen zur Notfallversorgung zu prüfen.
Das Projekt APVEL an der Uniklinik RWTH Aachen untersucht, wie gut die SAPV im Nordrhein funktioniert. Laut Innovationsausschuss liefere APVEL zwar konkrete Vorschläge zur Anpassung der SAPV-Richtlinie. Die konkrete Herleitung der Empfehlungen bleibe jedoch unklar. Jedoch sollen die Ergebnisse dem G-BA-Unterausschuss Veranlasste Leistungen für eine mögliche Überarbeitung der Richtlinie zur Verfügung gestellt werden.
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