18.11.2019

Industrieverbände begrüßen Forschungszulagengesetz

Berlin – Der Bundestag beschließt das Forschungszulagengesetz. Es sieht unter anderem vor, dass Auftraggeber eines Forschungsprojektes mit maximal 500.000 Euro gefördert werden können und nicht der Auftragnehmer. Das kommt bei den Industrieverbänden Spectaris und dem Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) gut an.

„Die Abgeordneten haben eine gute Entscheidung getroffen. Die Forschungslandschaft in Deutschland wird um ein sinnvolles Instrument erweitert, das die Innovationskraft des Mittelstands unterstützt“, betont Spectaris-Geschäftsführer Jörg Mayer. Die Gesetzespassage sei wesentlich, um die Forschungsförderung zu einem Erfolg zu machen. Für die allermeisten kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sei die Beauftragung Dritter notwendig, um Innovationen hervorzubringen, da sie im Regelfall nicht über eigene oder allenfalls kleine Forschungsabteilungen verfügten. Dass nun der Mittelständler als Auftraggeber von Förderung profitieren könne, kurbele Investitionen in Innovationen an. Die lange vorgesehene Begünstigung der Auftragnehmer im Gesetzgebungsverfahren hätte diesen Effekt verhindert. Mayer hofft auf ein „schlankes und bürokratiearmes Antragsverfahren“.
„Deutschland schließt die Lücke zur Mehrzahl der OECD- und EU-Staaten, in denen dieses Förderinstrument bereits erfolgreich eingesetzt wird“, sagt VDGH-Geschäftsführer Dr. Martin Walger. Auch er betont, dass KMU bei ihren Forschungsvorhaben mit Dritten kooperierten. „Bei dieser sinnvollen Aufgabenteilung bleibt nun die Förderung beim Initiator der Forschung“, so der VDGH-Geschäftsführer.
Das Gesetz soll zum 1. Januar 2020 in Kraft treten. Der Bundesrat muss noch zustimmen.
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