26.02.2009

Harninkontinenz: Neues Versorgungskonzept

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat ein neues Konzept zur Versorgung harninkontinenter Patienten vorgestellt. Aus Sicht von KBV-Vorstand Dr. Carl-Heinz Müller sei dies ein wichtiges Angebot, da das Thema im Normalfall tabuisiert werde.



„Dabei leiden in Deutschland rund fünf Millionen Menschen unter dieser Krankheit“, so Müller. „Für sie hat die KBV-Vertragswerkstatt ein neues Versorgungskonzept entwickelt.“ Das Modell sehe vor, dass die Betroffenen intensiv über die Ursachen und die Behandlungsmöglichkeiten aufgeklärt werden. Eine gezielte Diagnostik sowie die Zusammenarbeit von ärztlichen und nichtärztlichen Fachleuten sollen die Lebensqualität der Patienten erhöhen. Die KBV setze dabei auf einen verstärkten Austausch zwischen Hausärzten, Gynäkologen sowie Urologen. Die Berufsverbände der beiden Facharztgruppen haben bei der Erarbeitung des Versorgungskonzeptes mitgewirkt. Teilnehmen können Ärzte, die sich der hausärztlichen Versorgung gemäß §73 Absatz 1a SGB 5 angeschlossen haben. Voraussetzung sei, dass sie die notwendigen nichtärztlichen Kooperationspartner, insbesondere Physiotherapeuten oder Pflegedienste, im Rahmen von Langzeittherapien nachweisen.
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