18.11.2019

Eigener Spitzenverband für digitale Gesundheitsversorgung

Berlin – Start-up-Gründer von E-Health-Apps machen mobil: Sie heben den Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung aus der Taufe. In einem Manifest formulieren sie Lösungen, um den digitalen Wandel schnell in die Versorgung zu bringen. Das haben sie nun Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) übergeben.

Das Digitale-Versorgung-Gesetz stärkt den Gründern den Rücken: Der Gesetzgeber will digitale Anwendungen schnell in die Versorgung bringen, die Spitzenverbände der Branche sollen dabei mit den Krankenkassen verhandeln. Diese haben nun einen neuen Partner: Weil sich die Gründer von Start-Ups mit Gesundheits-Apps nicht richtig vertreten sehen, haben sie ihren eigenen Spitzenverband gegründet. „Wir können nun auf Augenhöhe mit den Vertretern des Gesundheitswesens verhandeln“, begründet Diana Heinrichs, Geschäftsführerin der Firma Lindera und Vorstandsmitglied im neuen Verband, gegenüber der Presseagentur Gesundheit. Der Verband mit 60 Mitgliedern hat bei seiner ersten Sitzung ein sechsköpfiges Präsidium gewählt. Darin vertreten sind neben Heinrichs weitere Gründer: Daniel Nathrath, Geschäftsführer von Ada Health; Dr. Paul Brandenburg, Geschäftsführer von dipat; Inga Bergen, Geschäftsführerin von Magnosco; Nora Blum, Geschäftsführerin von Selfapy und Dr. Julian Braun von Heartbeat Labs. Der Verband will die Digitalisierung in der Medizin voranbringen. Millionen Menschen weltweit nutzten E-Health-Apps aus Deutschland, doch die Vertreter im System beharrten auf den bestehenden Strukturen, so Heinrichs.
Die Gründer haben außerdem das Manifest „Digitale Innovation macht gesund“ an Minister Spahn übergeben: Sie machen Vorschläge, wie der digitale Wandel gelingen kann. Darin fordern sie unter anderem, dass sich Krankenkassen für Innovationen öffnen und aktive langfristige Partner werden müssten. Zudem sollten Zulassungsprozesse für E-Health-Produkte „made in Europe“ gestrafft werden.
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