24.10.2019

BVMed fordert raschen Aufbau des Implantateregisters

Berlin – Der Bundestag beschließt die Errichtung eines Implantaterregisters und zugleich die Beschleunigung der Verfahren beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zu Neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB). Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) begrüßt das Gesetz.

Welcher Patient hat welches Implantat erhalten? Das soll künftig in einem Register beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information dokumentiert werden. Wie Karin Maag, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU, informiert, werden im Register zunächst Brustimplantate und später auch Hüft- und Knieimplantate erfasst. Das Gesetz sieht außerdem vor, die Verfahren beim G-BA zu den NUB zu beschleunigen. Maximal zwei Jahre Zeit hat die Selbstverwaltung dann dafür Zeit.
Als „wichtigen Schritt für mehr Patientensicherheit und bessere Versorgungsqualität“ bezeichnet BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll das Gesetz. Der Verband setze sich für eine rasche Umsetzung und eine angemessene Beteiligung der Medizinprodukte-Industrie ein. Möll verweist auf die langjährige Erfahrung der im Verband vertretenen Hersteller beim Endoprothesen- und Aortenklappenregister. Er betont, die erforderliche Rechtsverordnung müsse zügig kommen. Beim Ausbau des Registers setzt er auf ein „lernendes System“.
Stichwort Beschleunigung der Nutzenbewertungsverfahren: „Sie muss nun aber auch in der Praxis umgesetzt werden“, sagt Möll. Das gelte ebenso für den ambulanten Bereich. Der BVMed schlägt bei künftigen Verfahren einen begleitenden verpflichtenden Dialog vor, der die Beauftragung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen beinhaltet. Der Verband hofft zudem auf ein direktes Antragsrecht im G-BA.
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