25.08.2009

BVMed fordert fortschrittliche Medizintechnologie

Berlin – Einen „10-Punkte-Plan für die Versorgung von Patienten mit fortschrittlicher Medizintechnologie“ hat der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) für die gesundheitspolitische Diskussion der nächsten Monate vorgelegt. Der BVMed fordert unter anderem, dass medizintechnische Innovationen im Krankenhaus auch weiterhin ungehindert eingeführt werden können.



Die Punkte sollen „Wahlprüfsteine“ für den Bundestagswahlkampf sein sowie Anstöße für die Erarbeitung eines Regierungsprogramms liefern, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt. So soll die Wertigkeit von Medizinprodukten durch ein besonderes CE-Kennzeichen herausgestellt werden. Die CE-Kennzeichnung bei Medizinprodukten unterscheide sich von anderen Produkten dadurch, dass sie nicht nur die Sicherheit gewährleiste, sondern darüber hinaus für die geprüfte Leistungsfähigkeit stehe. Deshalb sei ein besonderes CE-Med-Zeichen notwendig. Zur schnelleren Einführung medizintechnischer Innovationen in die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) spricht sich der Verband für einen Innovationspool aus. In der Praxis dauere es derzeit bis zu vier Jahre, bis eine sachgerechte Vergütung eingeführt werde. Um die Aufnahme in den GKV-Leistungskatalog zusätzlich zu beschleunigen, sollen in einen so genannten Innovationspool Mittel der GKV fließen, die zielgerichtet für medizintechnische Innovationen eingesetzt werden. Die Einbeziehung weiterer Mittel, wie z. B. die der Forschungsförderung, sei ebenfalls in Erwägung zu ziehen. Telemedizin solle fester Bestandteil der Regelversorgung werden, lautet eine weitere Forderung.

www.bvmed.de/publikationen

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