26.03.2013

Bundestag beschließt Notfallsanitätergesetz

Berlin – Der deutsche Bundestag hat ein Gesetz über den Beruf des Notfallsanitäters beschlossen. Damit hat er die Rettungsassistentenausbildung umfassend modernisiert. Neue Anforderungen an die Ausbildung sollen eine qualifizierte notfallmedizinische Versorgung in Deutschland sichern.

Als neue Berufsbezeichnung wird die der „Notfallsanitäterin“ und des „Notfallsanitäters“ eingeführt. Die Neuregelung betrifft insbesondere die Ausbildung, die von zwei auf drei Jahre verlängert wird. Im Gesetz werden auch Ausbildungsziel und notwendige Kompetenzen von Notfallsanitätern umfassend beschrieben. Die Auszubildenden erhalten einen Anspruch auf Zahlung einer Vergütung über die gesamte Ausbildungsdauer. Außerdem werden Anforderungen an die Qualität der Einrichtungen festgelegt, die die Notfallsanitäter schulen. Das bisher geltende Gesetz stammt aus dem Jahr 1989. „Bundesweit gehen jeden Werktag rund 35.000 rettungsdienstliche Hilfeersuchen in den Rettungsleitstellen ein“, sagt Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). „Eine Modernisierung und inhaltliche Aufwertung des Berufs des Rettungsassistenten und nun Notfallsanitäters war lange überfällig.“
Das Gesetz enthält außerdem eine Änderung des Hebammengesetzes. Sie betrifft die Ausbildung der Hebammen und soll der veränderten Tätigkeit der Hebammen und Entbindungspfleger Rechnung tragen, die sich zunehmend aus dem Krankenhaus in den ambulanten Bereich verlagert.
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