22.05.2018

Bundesregierung will Bürokratie im Gesundheitswesen abbauen

Berlin – Die Bundesregierung will in den Bereichen Gesundheit und Pflege die Bürokratie verringern. Bei den von der Koalition geplanten Reformen werde auch analysiert, „inwiefern durch gezielte Maßnahmen Abläufe der medizinischen und pflegerischen Versorgung optimiert werden können“, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Die Bundesregierung will nachhaltige Schritte einleiten, um eine sektorenübergreifende Versorgung zu verbessern, damit sich die Behandlungsverläufe ausschließlich am medizinisch-pflegerischen Bedarf der Patienten ausrichten. Für die Entbürokratisierung der Pflegedokumentation sei das sogenannte Strukturmodell (SIS) mit Förderung durch das Bundesministerium für Gesundheit entwickelt und mit Unterstützung der Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung eingeführt worden. Mit dem Strukturmodell werde der Dokumentationsaufwand erheblich reduziert, ohne fachliche Qualitätsstandards zu vernachlässigen oder haftungsrechtliche Risiken aufzuwerfen. Bis zum November 2017 hätte sich knapp die Hälfte (47,3 Prozent) der Pflegeeinrichtungen an dem Entbürokratisierungsprojekt beteiligt.
Im Bereich Digitalisierung plane die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode, entsprechend den Festlegungen im Koalitionsvertrag, unter anderem den weiteren Ausbau der Telematikinfrastruktur. Dabei stünde die Einführung einer elektronischen Patientenakte für alle Versicherten im Vordergrund. Außerdem nennt die Regierung: die Möglichkeit zur digitalen Speicherung des Impfpasses, des Mutterpasses und des Untersuchungshefts, weitere Regelungen zur Einbeziehung der Pflege in die Telematikinfrastruktur, den Ausbau der Anwendung und Abrechenbarkeit telemedizinischer Leistungen sowie die Erarbeitung einer Roadmap zur Entwicklung und Umsetzung innovativer E-Health-Lösungen. Diese und weitere Maßnahmen würden dazu beitragen, Effizienzpotenziale in der Gesundheits- und Pflegeversorgung sowie in der Verwaltung zu heben und die Versorgungsqualität zugunsten der Patienten weiter zu erhöhen.
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