12.07.2019

Bundeskabinett für OTA-ATA-Ausbildungsreform

Berlin – Bundesweit einheitliche Regelungen für die Ausbildung in der Anästhesie- und Operationstechnischen Assistenz: Dieses Ziel verfolgt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit dem geplanten Gesetz zur Reform der Ausbildungen von Anästhesietechnischen Assistenten (ATA) und Operationstechnischen Assistenten (OTA). Den Entwurf hat das Bundeskabinett jetzt abgesegnet.

Bundeskabinett für OTA-ATA-Ausbildungsreform„In der bundeseinheitlich geregelten Ausbildung werden grundlegende Kompetenzen im sicheren Umgang mit Patientinnen und Patienten in einem sehr sensiblen Arbeitsumfeld vermittelt“, heißt es von Seiten des Bundesgesundheitsministeriums (BMG). „Auszubildende lernen beispielsweise den fachgerechten Umgang mit Medikamenten, Medizinprodukten und weiteren medizinischen Geräten.“ Weiteres Ziel sei, dass die Azubis eigenverantwortlich die Funktions- und Betriebsbereitschaft der Einsatzbereiche herstellen und Ärzten im Anästhesie- und OP-Bereich assistieren. Außerdem würden sie darauf vorbereitet, mit den Patienten unter Berücksichtigung des jeweiligen Gesundheitszustandes zu kommunizieren.
Vorgesehen ist eine dreijährige Ausbildung. Diese verzahne theoretischen und praktischen Unterricht mit einer praktischen Ausbildung in Krankenhäusern oder ambulanten Einrichtungen, teilt das BMG mit. Die Azubis sollen eine angemessene Vergütung erhalten. Schulgeld dürfe nicht verlangt werden. Bedingung sei ein mittlerer Schulabschluss oder eine mindestens zweijährige, abgeschlossene Berufsausbildung nach einem Hauptschulabschluss. Ausreichend könne neben einem Hauptschulabschluss auch eine einjährige Ausbildung im Pflegebereich sein.
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