21.08.2019

BIG wird Teil der Charité-Universitätsmedizin

Berlin – Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIG) wird Teil der Charité. Der Bund steigt damit zum ersten Mal in die Grundfinanzierung eines Uniklinikums ein. Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) und der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) haben die Vereinbarung unterzeichnet.

Das BIG wird zur dritten Säule neben der Medizinischen Fakultät und dem Uniklinikum. Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gesellschaft (MDC) wird privilegierter Partner. Die Novellierung des Artikel 91b des Grundgesetzes von 2015 ermöglicht die Integration. Danach können Bund und Länder über Vereinbarungen in Fällen überregionaler Bedeutung bei der Förderung von Wissenschaft, Forschung und Lehre zusammenwirken. Die Länder müssen zustimmen: Der BIG-Vereinbarung hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz der Wissenschafts- und Finanzminister von Bund und Ländern am 5. Juli grünes Licht gegeben.
Der Bund und das Land Berlin finanzieren das BIG im Verhältnis 90 zu 10, insgesamt gibt es pro Jahr 77 Millionen Euro. „Damit schlagen wir als Bund ein neues Kapitel auf“, sagt Ministerin Karliczek und betont: „Vom neuen BIG versprechen wir uns wichtige Erkenntnisse für die Gesundheitsforschung und die Versorgung der Patienten“. Müller ist überzeugt: „Mit einem starken BIG in einer starken Charité bringen wir die medizinische Forschung entscheidend voran“.
In dem Institut tüfteln Wissenschaftler daran, Ergebnisse der medizinischen Forschung zum Patienten zu bringen. In einer Clinical Research Unit (CRU) arbeiten BIG, Charité und MDC schon zusammen. Zum Beispiel bei der BeLOVE-Studie: Die Forscher untersuchen Berliner Patienten mit Herzinfarkt, Schlaganfall, Niereninsuffizienz oder Diabetes über zehn Jahre. Sie wollen besser verstehen, wie Herzkreislauferkrankungen entstehen. Sie nutzen Technologien und Infrastrukturen, die die Einrichtungen gemeinsam aufgebaut haben.
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