18.11.2019

ATA-OTA-Reform muss noch in den Bundesrat

Berlin – Für die beiden Berufsausbildungen zum Anästhesietechnischen Assistenten (ATA) und zum Operationstechnischen Assistenten (OTA) gelten künftig bundesweit einheitliche Regelungen. Das beschließt der Bundestag. Das Gesetz soll am 1. Januar 2022 in Kraft treten. Der Bundesrat muss noch zustimmen.

Die dreijährige Ausbildung umfasst nach Vorstellungen der Bundesregierung theoretischen und praktischen Unterricht sowie eine praktische Ausbildung an Krankenhäusern und ambulanten Einrichtungen. Am Ende steht eine staatliche Prüfung. Bedingung ist ein Mittlerer Schulabschluss. Hauptschüler mit einer Berufsausbildung können auch zugelassen werden. Die Azubis erhalten einen Lohn, Schulgeld darf nicht erhoben werden. Die Auszubildenden lernen unter anderem den fachgerechten Umgang mit Medikamenten und eigenverantwortlich die Funktions- und Betriebsbereitschaft der Einsatzbereiche herzustellen sowie Ärzten im Anästhesie- und OP-Bereich zu assistieren. „Wer vor Inkrafttreten dieses Gesetzes eine OTA- oder ATA-Ausbildung nach den bisherigen Regelungen begonnen hat, kann diese abschließen“, teilt das Bundesgesundheitsministerium mit. Und weiter: „Für derzeit ausbildende Schulen und ihre Lehrkräfte sowie für diejenigen, die ihre Ausbildung nach den bisherigen Regelungen absolviert haben, gelten Übergangsregelungen und Bestandsschutz.“ Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verspricht sich von der Reform: „Das macht die Berufe attraktiver und stärkt die Patientensicherheit.“
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