21.08.2008

Aktionsplan gegen Bewegungsmangel und Übergewicht

Berlin – Der Bundesregierung zufolge sind in Deutschland 66 Prozent der Männer und 51 Prozent der Frauen zwischen 18 und 80 Jahren sowie 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen übergewichtig oder neigen zur Fettleibigkeit. Um dem entgegenzuwirken, stellte die Bundesregierung nun einen Aktionsplan vor.



Der Anteil der Übergewichtigen nehme mit fortschreitendem Alter zu, schreibt die Bundesregierung in ihrem „Nationalen Aktionsplan zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten“. Außerdem sei in allen Altersgruppen Bewegungsmangel festzustellen. 37 Prozent der Männer und 38 Prozent der Frauen würden keinen Sport treiben. Auch bei Kindern und Jugendlichen seien motorische Fähigkeiten heute geringer ausgeprägt als früher.

Die Regierung will daher für bessere, alltagstaugliche Informationen über Ernährung, Bewegung und Gesundheit sorgen. Verschiedene Kampagnen zur Bewegungsförderung wie etwa die Kampagne „3.000 Schritte extra“ sollen verstärkt werden. Geplant ist, bis 2010 Kompetenzzentren für Bewegungsförderung zu erproben und bis 2015 möglichst flächendeckend einzurichten.

Die Bundesregierung weist darauf hin, dass vielen Menschen der Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit nicht hinreichend bekannt sei. Selbst bei Betreibern von Einrichtungen, die Gemeinschaftsverpflegung anbieten würden, bestehe noch viel Informationsbedarf. 26 Prozent der Bevölkerung – und damit acht Prozent mehr als vor zehn Jahren – würden heute mindestens eine Mahlzeit außer Haus essen. In Zukunft solle es deshalb einheitliche Qualitätsstandards für Schulverpflegung geben, auch Betriebskantinen sollen ihr Angebot an einer vollwertigen Ernährung ausrichten.
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