22.05.2019

Wirtschaftsministerium misst Medtech-Branche hohe Bedeutung bei

Berlin – Die Medizinprodukte- und Medizintechnikbranche gehört zu den bedeutendsten Teilbereichen der produzierenden industriellen Gesundheitswirtschaft (IGW). Dieser Auffassung ist das Bundeswirtschaftsministerium (BMWI). Es widmet sich anlässlich der Vorstellung der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung (GGR) im besonderen Maße der IGW und somit der Medtech-Branche.

Wirtschaftsministerium misst Medtech-Branche hohe Bedeutung beiIn der Medizinprodukte- und Medizintechnikbranche wurden laut GGR im vergangenen Jahr 15,5 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das waren rund 0,8 Milliarden mehr als im Vorjahr. Das Institut WifOR hat die Berechnungen vorgenommen. Im Zeitraum zwischen 2007 und 2018 stellt das Institut ein jährliches Wachstum der Branche von 2,8 Prozent fest. Sie sei aber um rund 1,3 Prozentpunkte weniger gewachsen als die gesamte Gesundheitswirtschaft pro Jahr. „Mit Ausnahme eines leichten Einbruchs im Jahr 2009 trägt die Branche jedoch über den gesamten Betrachtungshorizont hinweg in konstantem Maße zur Wertschöpfung in der gesamten Gesundheitswirtschaft bei“, heißt es im Sonderbericht des BMWi zur industriellen Gesundheitswirtschaft.
Rund 200.000 Menschen verdienen ihre Brötchen mit Medizinprodukten und Medizintechnik, teilt das BMWi mit. „Die Anzahl der Arbeitsplätze hat sich seit 2007 um mehr als 7,7 Prozent erhöht“, heißt es im Bericht. Allerdings sei das Erwerbstätigenwachstum im Vergleich zur gesamten Branche unterdurchschnittlich.
Die Exporte können sich sehen lassen. Durch sie wurden laut GGR im vergangenen 29,5 Milliarden Euro erwirtschaftet, etwa eine Milliarde mehr als 2017 und rund 10 Milliarden mehr als 2007. Das WifOR errechnet ein durchschnittliches Jahreswachstum von 4,8 Prozent im Bereich der Medizinprodukte und 2,5 Prozent im Bereich der Medizintechnik. Die Branche habe außerdem Effekte auf die Gesamtwirtschaft, sie hinterlasse einen „ökonomischen Fußabdruck“ von 32 Milliarden Euro, wie das BMWi feststellt.
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