20.12.2016

Universitätsmedizin Rostock startet HerzEffekt MV

Rostock – Anfang 2017 startet die Universitätsmedizin Rostock das Projekt HerzEffekt MV zur vernetzten Versorgung von Patienten mit chronischen Herzkrankheiten im ländlichen Raum. Die Betroffenen erhalten auf freiwilliger Basis Blutdruck-Messgeräte, Fitness-Armbänder und Waagen, deren Werte via App an ein digitales Versorgungszentrum gesendet werden.

Universitätsmedizin Rostock startet HerzEffekt MVUnter Koordination der Uniklinik werden die Patienten und Gesundheitsdienstleister wie Kliniken, niedergelassene Ärzte, Sanitätshäuser oder Apotheken miteinander vernetzt, sagt Christian Schmidt, ärztlicher Vorstand der Unimedizin. Alle medizinischen Einrichtungen hätten Zugriff auf die Daten, Mehrfachuntersuchungen könnten so vermieden werden.
Das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Elektronikkonzern Philips sowie den Krankenkassen AOK und Techniker Krankenkasse wird in den kommenden drei Jahren mit rund 14 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds gefördert. Es soll eine bundesweite Blaupause für die ländliche Gesundheitsversorgung geliefert werden, sagt Schmidt.
Stelle man bei den übermittelten Daten medizinische Unregelmäßigkeiten fest, kann ein Mitarbeiter der Versorgungszentren Kontakt zu den Patienten aufnehmen und Tipps oder Anweisungen für das weitere Vorgehen geben. Ferner könnten Patienten dann direkt zum Facharzt oder in das Krankenhaus überwiesen werden, die dann schon über die notwendigen Daten verfügen.
Insgesamt sollen im Untersuchungszeitraum 3.000 Patienten erfasst werden, bis zum Sommer 2017 insgesamt 1.500 rekrutiert sein. „Die Patienten haben Zugang zu diesem Netz und wissen immer ganz genau, wie es um ihre Gesundheit steht“, sagt Peter Vullinghs von Philips.
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