17.10.2016

Telekonsile: Vereinbarung zu technischen Anforderungen geschlossen

Berlin – Auf ein technisches Verfahren bei der telemedizinischen Befundbeurteilung von Röntgenaufnahmen ab April 2017 haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband geeinigt. Als nächstes soll über die Vergütung der neuen Leistungen verhandelt werden, teilt die KBV mit.

Die Vereinbarung beinhaltet insbesondere Einzelheiten zur Qualität und zur Sicherheit bei der Datenübermittlung und die Anforderungen an den Kommunikationsdienst zur Übermittlung der Bilder. So muss die Nachricht „Ende-zu-Ende“ verschlüsselt sein. Auch weitere Daten wie Informationen zur Anamnese und der elektronische Auftrag sollen übertragen werden können. Dieser Auftrag soll via elektronischem Heilberufsausweis signiert werden. Sender und Empfänger müssen hierbei eindeutig identifizierbar sein.
Telekonsile dürfen nur von Vertragsärzten mit einer entsprechenden Genehmigung zur Durchführung von Röntgen- und/oder CT-Untersuchungen veranlasst oder durchgeführt werden. Die Mediziner müssen über die entsprechenden apparativen Voraussetzungen zur Befundung verfügen.
Für die Übermittlung der zu beurteilenden Röntgenbilder und die Befundbeurteilung durch den Konsiliararzt muss der Patient vorab seine schriftliche Einwilligung erteilen.
Auf Grundlage dieser Vereinbarung wird nun der Bewertungsausschuss bis Ende 2016 entsprechende Anpassungen des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes beschließen. Wenn das Bundesministerium für Gesundheit die Vereinbarung nicht beanstandet, wird sie am 1. April 2017 samt Vergütungsregeln – wie im E-Health-Gesetz vorgesehen – in Kraft treten.
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