18.11.2019

Report: Telemonitoring nutzt Herzinsuffizienz-Patienten

Köln – Patienten mit einer fortgeschrittenen Herzinsuffizienz profitieren von einem Telemonitoring. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG). Entscheidend seien die Monitoring-Strategie und die Patientengruppe, informieren die Verfasser im Rapid Report.

Report: Telemonitoring nutzt Herzinsuffizienz-PatientenDie Autoren haben vier Studien zum Telemonitoring dieser Patienten mit bestimmten Mindestanforderungen untersucht: Daten wie Herzfrequenz und -rhythmus, Gewicht und Blutdruck werden von einem Arzt und zusätzlich von einem telemedizinischen Zentrum analysiert. In zwei Studien erfolgte die Erhebung und Übermittlung der Patientendaten durch ein implantiertes Gerät automatisch. In den anderen Untersuchungen haben die Patienten nach einer Schulung ihre physiologischen Daten selbst einmal täglich gemessen, ihren Gesundheitszustand eingeschätzt und diese Informationen per Tablet übermittelt. Dabei wurde auch untersucht, wie dies bei Erkrankten mit zusätzlichen Depressionssymptomen wirkt.
Die Verfasser stellen fest: Werden Patienten per Telemonitoring mit den genannten Mindestanforderungen überwacht, gibt es weniger Todesfälle infolge von Herzkreislauferkrankungen. Kommt dabei eine Monitoring-Strategie zum Einsatz, bei der die Erkrankten aktiv teilnehmen, verbessere sich deren Überlebenschance. Die Autoren schränken allerdings ein: Für Patienten mit Depressionssymptomen gelte dies nicht.
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