18.11.2019

PET/MRT-Kombigerät soll Krankheiten früher erkennen

Ulm – Am Universitätsklinikum Ulm ist jetzt ein Kombigerät aus Magnetresonanztomograph (MRT) und Positronen-Emissions-Tomograph (PET) im Einsatz. Morphologie und Metabolismus könne der Ganzkörper-Scanner im Zentrum für Bildgebung des Universitätsklinikums zeitgleich darstellen.

PET/MRT-Kombigerät soll Krankheiten früher erkennenDas Gerät ermögliche eine simultane und genaue Abbildung von Organfunktionen und Gewebestrukturen in höchster Auflösung, teilt das Universitätsklinikum mit. Krankheiten wie Krebs könnten so künftig noch früher entdeckt oder Veränderungen an Tumoren besser dokumentiert und verfolgt werden. „Mit dem kombinierten PET/MRT-Gerät können beide Verfahren der Bildgebung gleichzeitig am Patienten durchgeführt werden“, erklärt Prof. Meinrad Beer, Ärztlicher Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie. „Beide Bilder werden zum gleichen Zeitpunkt aufgenommen – und können dementsprechend optimal miteinander verglichen werden.“ Damit ließen sich nicht nur die Organstrukturen in höchster Auflösung darstellen, sondern auch deren Funktionen umfassend analysieren, um Krankheiten frühzeitig zu entdecken beziehungsweise deren Behandlung optimal zu begleiten.
Bisher seien beide Aufnahmen an getrennten Geräten und damit zu unterschiedlichen Zeitpunkten realisiert worden, erzählt Dr. Ambros Beer, Ärztlicher Direktor der Klinik für Nuklearmedizin. Nun sei eine sehr präzise Überlagerung beider Datensätze möglich. „Zudem wird dem Patienten ein weiterer Scan erspart und er erhält die gesamte Information an einem Termin“, ergänzt Beer.
Klinische Einsatzbereiche seien laut Uniklinikum vor allem die Erkennung von Krankheiten in der Neurologie, Onkologie und Kardiologie sowie in der Therapieplanung. In der Forschung könne das PET/MRT für die Entwicklung neuer Biomarker oder neuer Therapieansätze Verwendung finden. Finanziert wurde das Gerät hälftig von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und jeweils zu gleichen Teilen vom Universitätsklinikum Ulm und von der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm.
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