21.09.2018

Patientensicherheit: BVMed veröffentlicht Positionspapier

Berlin – Zum Tag der Patientensicherheit am 17. September hat der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) ein Positionspapier veröffentlicht. Als zentrale Herausforderung wird darin die Vermeidung von Krankenhausinfektionen ausgemacht. Das Papier stammt aus dem BVMed-Fachbereich Nosokomiale Infektionen.

Patientensicherheit: BVMed veröffentlicht PositionspapierUm einen „patientenorientierten besseren Infektionsschutz“ zu etablieren, sprechen sich die BVMed-Experten unter anderem für die jährliche Veröffentlichung der Zahl von Krankenhausinfektionen, mehr Transparenz, klare Zielvorgaben und extrabudgetäre Erstattung für Hygieneschutz aus.
Die Diskussion über Therapieoptionen – beispielsweise den Einsatz von Antibiotika – sei wichtig, so der BVMed. Sie dürfe aber die Aufmerksamkeit für die Prävention von Infektionen nicht überlagern. Die konsequente Umsetzung sei das effektivste Mittel zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen, schreibt der BVMed in dem Positionspapier. „Das beginnt mit der Händedesinfektion und geht weiter mit vorbeugenden Maßnahmen bei der Krankenbehandlung, vor und während einer Operation und der postoperativen Versorgung.“ Infektionsprävention müsse daher eine gesundheitspolitische Priorität sein.
Anlässlich des Tags der Patientensicherheit macht sich der BVMed außerdem für die Telemedizin stark. Als Beispiele nennt Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt die Überwachung von Schrittmacher-Trägern, um auffällige Ereignisse der Herzpatienten zu monitoren, oder die Vorteile von implantierbaren Ereignisrekordern für Patienten mit einem Schlaganfall, dessen Ursache ungeklärt ist. Trotz der Vorteile für die Patientensicherheit würde es in Deutschland zu lange dauern, bis solche technischen Lösungen in die Erstattungssysteme aufgenommen werden und damit dem Patienten zugute kommen. Schmitt fordert: „Wir müssen das Potenzial der Telemonitoring-Lösungen zur Verbesserung der Patientensicherheit besser nutzen und stärker fördern.“
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