18.09.2019

OP-Mikroskop mit 3D-Technik und Endoskop

Regensburg – Am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) arbeiten die Mediziner mit einem robotisch gesteuerten Operationsmikroskop. Das Besondere: Das Gerät liefert nicht nur hochauflösende Vergrößerungen, sondern verfügt zusätzlich über ein integriertes Endoskop und ist mit einer Video- und Foto-Speicherfunktion ausgestattet, teilt das UKR mit.

OP-Mikroskop mit 3D-Technik und Endoskop„Das neue Operationsmikroskop ermöglicht es uns, präzise, dabei aber schonend und sicher zu operieren“, sagt Prof. Karl-Michael Schebesch, geschäftsführender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie des UKR. „Wir können dank der 4K-Auflösung und der 3D-Technik noch genauer hinsehen, weil wir unsere Operationsfläche aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten können.“ Zudem werde alles, was der Arzt durch das Mikroskop sehe, auf einen großen Monitor projiziert. In seiner Vollausstattung werde das Gerät der Firma Carl Zeiss Meditec nur am UKR verwendet, das an der Entwicklung des Geräts federführend beteiligt gewesen sei.
Das Endoskop erleichtere die Arbeit der Mediziner, da es ihnen ermögliche, präziser an die zu operierenden Stellen vorzudringen. Gerade für minimal-invasive Eingriffe eigne sich das Gerät bestens. „Das Endoskop erlaubt es uns, direkt an einen Tumor oder an eine andere zu operierende Stelle vorzudringen und die integrierte Kamera liefert uns perfekte Bilder“, erläutert Schebesch. Zudem gestatte die sogenannte Infrared-800-Technik dem Operateur, vor allem bei Gefäßeingriffen, wie Angiomen oder Aneurysmen, Richtung und Geschwindigkeit des Blutflusses im Gefäß, beziehungsweise in der Gefäßfehlbildung exakt einzuschätzen. „Auf diese Weise können wir unsere operative Strategie, beispielsweise welche Gefäße wir in einem Angiom in welcher Reihenfolge schließen, anpassen, um zu gewährleisten, dass das zu drainierende Gefäß bis zum Schluss offen bleibt“, erklärt Schebesch und ergänzt: „Eine Stauungsblutung kann so vermieden werden, was die Sicherheit für den Patienten weiter deutlich erhöht.“
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